Projekt Stadtplatz am Kaisersteg

Der „Stadtplatz am Kaisersteg“ ist ein großer, grauer lebloser Platz in Berlin-Oberschöneweide. Am Spree-Ufer gelegen, ist der versiegelte Platz ungenutzt, ungepflegt und für Kinder geradezu gefährlich.
Verändert werden darf er jedoch nicht – denn er ist ein Kunstwerk. Entworfen und geschaffen von einem privaten Architekturbüro im öffentlichen Auftrag. Und als Kunstwerk genießt der Platz – nach Aussage der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen – ein lebenslanges und unbegrenztes Urheberrecht.

Dass in einer Demokratie ein öffentlicher Platz, der in öffentlichem Auftrag gestaltet und mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde, juristisch dem Urheberrecht privater Architekten zugeordnet wird, ist eine politische, eine demokratische Bankrotterklärung.

Dieser Platz steht – auch – stellvertretend für andere Projekte in Deutschland, für die ebenfalls ein Urheberrecht gilt, welches Änderungen verhindert. Das Problem ist nicht neu und es gibt bereits juristische Auseinandersetzungen dazu.

Darum unsere Bürgerinitiative mit dem Ziel einer Neugestaltung des Platzes.