In Oberschöneweide wohnen keine Menschen.

Juli 2018
Flugblatt:  „In Oberschöneweide wohnen keine Menschen.“

Oberschöneweide als Berliner Silicon Valley an den Ufern der Spree:
das wäre der Traum von Planern, Politikern und Spekulanten.

Medien berichten über den alten Industriestandort, als wohnten hier keine Menschen, die   in einem adretten, sympathischen Viertel leben wollten. Sie schreiben vor allem über die Interessen von Gewerbetreibenden und Grundstücksspekulanten, die die Wirtschaftskraft und „Gentrifizierung“ der Stadt vorantreiben. Was bedeutet: die Bevölkerung soll gespalten werden. Die Reichen in die attraktiven Gebiete, der Rest soll bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Es gibt in Oberschöneweide einen „enormen Bestand an historischer Industriearchitektur“,   der unter Denkmalsschutz gestellt wurde. Doch das Denkmal besteht aus vielen alten Hallen, die heute verfallen sind und vor sich hin modern. Was macht man aus einem verfallenen Industriekomplex mitten in einer Wohngegend? „In Oberschöneweide wohnen keine Menschen.“ weiterlesen

Flugblatt-Aktion „Oberschöneweide ist kein Industriesalon“

Mai 2018
Das Flugblatt „Oberschöneweide ist kein Industriesalon“ wurde verteilt und per Email verschickt an Susanne Reumschüssel vom Industriesalon.

Am 1. Mai war der zentrale Platz am Kaisersteg tot. Ein politischer Feiertag – und in Ober-schöneweide waren keine Menschen zu sehen, die ihren politischen Willen kundgetan hätten.   Es scheint, als ob die hier Regierenden keinen Wert legten auf mündige DemokratInnen. In Oberschöneweide zeigt sich wie in einem regionalen Brennpunkt, was an allen Ecken und Enden der Republik immer unübersehbarer wird: unsere Demokratie verfällt.

Die Eliten der Welt rüsten zum Krieg, die Völker trauen sich nicht, Ihnen die Waffen aus der Hand zu reißen. Der Widerstand gegen Macht, Hass und Elend kann nur von unten kommen. Die Marktplätze der Demokratie müssen lebendig werden, um dem Frieden eine Chance zu geben.

Was soll aus Oberschöneweide werden? Ein vor sich hin verrottendes Industriedenkmal – oder ein lebendiger Stadtbezirk, in dem alle DemokratInnen gefragt sind, ihre Lebensverhältnisse mitzubestimmen, mitzudenken und mitzureden? „Flugblatt-Aktion „Oberschöneweide ist kein Industriesalon““ weiterlesen

Glasscherben auf dem Platz am Kaisersteg

März 2018
Vergeblicher Versuch, den Stadtplatz zu reinigen
An einem sonnigen Tag im März  gingen wir mit Besen, Rechen, Schaufeln Eimern und dicken Handschuhen auf den Stadtplatz und versuchten, die Glasscherben und Splitter einzusammeln, die ein Spielen auf dem Stadtplatz für kleine Kinder unmöglich machen – übrigens auch die Pfoten von Hunden verletzen.
Es war aussichtslos:
Im Bereich des Kopfsteinpflasters war Kehren oder Rechen nicht möglich, die kleinen Splitter blieben in den Ritzen hängen, die großen Scherben konnte man nur mit der Hand aufheben.
Im unteren Teil entlang der Spree befindet sich ja eine Art Splitt oder grober Sand: hier hätte man die vielen kleinen Scherben nur zusammenkehren können, wenn man den ganzen Splitt mit gekehrt hätte.

Wie wird dort eigentlich öffentlich gereinigt?!